Susanne Hansen ist eine gebürtige Quedlinburgerin, die über die Stationen Magdeburg (Kindheit/Teenager), Potsdam (Internat – Berufsausbildung mit Abitur) und Berlin (Studium/Kinder kriegen) vor 28 Jahren in Mecklenburg gelandet ist. Hier sollte ohne Lärm und Dreck der Großstadt gelebt und nebenbei ein alter Bauernhof saniert werden. Damit wurde auch angefangen. Dann kam die Wende und auf einmal gab es so viel Möglichkeiten!

Seit 25 Jahren errichtet das inhabergeführtes Unternehmen nun massive Ein- und Mehrfamilienhäuser in Mecklenburg, Berlin/Brandenburg und Schleswig-Holstein als Generalübernehmer und schafft Werte, die noch in 100 Jahren stehen!

 

 

Dipl.-oec. Susanne Hansen

Lange Str.8

18246 Bützow

 

IBIS Haus Massivhäuser

info@ibishaus.de

www.ibishaus.de

 

 

 

Wie verbindest du Job und Familie?

Meine Kinder sind schon lange aus dem Haus und haben ihre eigenen Familien gegründet – Oma und Opa sind (auch auf Grund der Entfernung) nur ab und an gefordert. Die Zusammenarbeit mit meinem Mann in einer Firma funktioniert seit Jahren sehr gut mit nur gelegentlicher Reibung, die aber immer mal wieder nötig ist. Unser Planungsbüro befindet sich in Bützow – hier wird gearbeitet. Zu Hause versuchen wir komplett abzuschalten, um den Kopf frei zu bekommen. Klappt aber auch nicht immer – manchmal folgt uns die Arbeit nach Hause.

 

Wenn du drei Wünsche frei hättest, was würdest du dir für deine Karriere wünschen?

Ich wünsche mir, dass wir noch lange schöne Bauobjekte umsetzen können und dabei interessante Bauherren kennenlernen!

 

Wie lange bist du schon ein Desperate Workwife? Was bedeutet das für dich?

Ich bin seit November 2011 Mitglied bei den DWW`s.  Bei XING bin ich eingestiegen, weil ich dachte, dass es mich beruflich weiter bringen würde. Hat es aber nicht. Mein Profil ist ein Imageprofil – Bauinteressierte nutzen andere Plattformen. Die DWW`s sind Montag – Freitag wie ein Familienmitglied. Ich schaue, wie es allen geht und gebe auch ab und an meinen Kommentar dazu. Für viel mehr ist leider kaum Zeit.

 

Du bist Inhaberin von „IBIS Haus – Massivhäuser“. Hat sich das Baugewerbe in den letzten 25 Jahren sehr verändert? Sind die Kundenanforderungen andere?

IBIS – Kapitänshaus

Die Anforderungen an die Ausstattung eines Hauses sind auf Grund von gesetzlichen Vorgaben sehr gestiegen. Und die Möglichkeiten, die Vorgaben zu erfüllen, sind vielfältiger geworden. Hier müssen wir  immer auf dem neuesten Stand sein. Ansonsten ist nach wie vor handwerkliches Können der ausführenden Firmen gefragt – früher wie heute. Und eine gute Bauleitung, die alles koordiniert und überwacht.

Der direkte Kontakt zu Bauinteressierten erfolgt heute viel später als früher, als es noch kein Internet gab. Da kam der Bauinteressent noch im Büro vorbei oder rief an oder – man glaubt es kaum – schrieb einen Brief! Die Anforderungen des Kunden an uns sind eigentlich immer die Gleichen – er möchte sein Haus in guter Qualität mit der Ausstattung, die ihm vorschwebt zu einem Preis, den er finanzieren kann in einer absehbaren Bauzeit ohne Komplikationen erstellt haben.

 

Man hört immer wieder Horrormeldungen von schwarzen Schafen in der Hausbaubranche. Was würdest du Häuslebauern raten?

Interessant für den Zuschauer oder Leser sind ja nur die negativen Meldungen. Die meisten Bauvorhaben werden vernünftig und zur Zufriedenheit der Kunden ausgeführt – das ergibt aber keine interessanten Schlagzeilen. Bauinteressenten sollten vor allem fragen – bei der Vielzahl der heute vorgegebenen Vertragsunterlagen muss auch alles verstanden werden, was man unterschreibt. Man sollte sich mit ehemaligen Bauherren unterhalten, wie alles gelaufen ist und ob sie zufrieden waren mit der Beratung vor Vertragsabschluss, der Bauausführung, der Betreuung durch die unabhängige Bauleitung und der Kommunikation während der Bauzeit.

 

Wenn bei euch die ganze, große Familie zum Brunch kommt, was muss unbedingt auf dem Tisch stehen?

Nudeln für die Enkelkinder, ganz viel Obst zum Naschen, frisches Brot, Tomatenbutter, Kräuterquark, einen großen Topf Fricassee, Reis, ein Brett voll Käse (je stinkiger, desto besser), Tomaten und Gurken aus dem Garten. Zu Trinken gibt es für alle Wasser, die Erwachsenen bekommen auch ein kühles Bier und/oder einen leckeren Weißwein. Und dann wird gegessen und erzählt und gespielt und Quatsch gemacht, dass sich die Balken biegen. Natürlich alles bei schönstem Sonnenschein draußen auf der Wiese zwischen Haus und Teich.

 

Bauernhof in Mecklenburg: Was magst du am Landleben besonders? Und was würde dir in der Stadt besser gefallen?

Die Ruhe mag ich, aber auch das laute Quaken der vielen Frösche im Mai im Teich, das Vogelgezwitscher im Frühling und gerade jetzt das Bellen der Rehböcke. Die gedämpften Geräusche, die vom nahen Dorf herüberkommen (Hundegebell, das Krähen der Hähne, Glockengeläut – und natürlich auch die unvermeidliche Kettensäge). Den Blick über die Felder bis zum Wald, die kurze Entfernung zwischen meiner Küche und meinem Nutzgarten, das Herumwerkeln im Garten. Und keiner schaut mir über den Zaun – außer den Kühen auf der Weide vielleicht.

In der Stadt habe ich natürlich alle Angebote konzentriert in der Nähe – Einkaufen, Kultur, Kino, Gastronomie. Aber auch den Lärm und den Dreck, weswegen wir ja weggezogen sind. Wenn uns nach Trubel ist, fahren wir mal einen Tag nach Rostock, Berlin oder Hamburg – und dann wieder zurück in die Ruhe.

 

Was möchtest du anderen Frauen mit auf den Weg geben?

Seid auch mal ein bisschen egoistisch und nehmt euch Zeit für euch allein. Ohne Partner und Kinder. Das tut gut und lädt die eigene Batterie wieder auf.

 

Einen herzlichen Dank an Susanne für dieses Interview. Und ich bin mir sicher, dass jetzt viele hier vom eigenen Kapitänshaus träumen 🙂

10 Kommentare
  1. Author
    Christine Reguigne 3 Jahren her

    Liebe Susanne, in euer Kapitänshäuschen habe ich mich auf Anhieb verliebt. Wenn ich mal da oben bei euch bauen sollte, komme ich auf alle Fälle auf dich zu 🙂

    Beim Brunch bin ich dann aber auch dabei 😉

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  2. Stefanie Boese-Bellach 3 Jahren her

    JA!!! Ich hab´auch sofort gedacht, dass das Kapitänshaus wunderbar zu uns passt….wenn wir nochmal bauen sollten und uns nicht wieder ein uraltes Bauernhaus anlachen 🙂
    Liebe Susanne, ihr habt bestimmt eine Website. Da stöbere ich mal.
    Nach deiner Familienbrunchbeschreibung hab ich große Lust SOFORT alle hier bei uns mal wieder zu versammeln.
    Liebe Grüße
    Steff

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  3. Susanne Hansen 3 Jahren her

    Ja – so ein Familienbrunch ist doch was Schönes!

    Stefanie – die Adresse der webseite steht neben meinem Bild!

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    • Stefanie Boese-Bellach 3 Jahren her

      Schon gefunden 🙂
      Aber wo genau finde ich mehr Fotos vom Kapitänshaus?

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      • Susanne Hansen 3 Jahren her

        Wenn du auf Referenzen gehst und weit nach unten scrollst, dann findest du es!

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  4. Elke 3 Jahren her

    Liebe Susanne,

    ich wusste gar nicht, dass du so klasse Häuser baust. Ich werde auch direkt auf deiner Webseite stöbern, das interessiert mich sehr.

    Das Interview gefällt mir sehr.

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  5. Brigitte Käding 3 Jahren her

    Nun weiß ich mehr von dir, liebe Susanne! Das klingt so richtig schön nach einem gesunden Ausgleich zwischen Arbeit und Familienleben.

    Dein Kapitänshaus mag ich auch sehr.

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  6. Brigitte Käding 3 Jahren her

    Deine Heimatstadt Quedlinburg muss ja wunderschön sein. Bist du noch manchmal dort, gibt es noch Familie dort?

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    • Susanne Hansen 3 Jahren her

      Brigitte – du hast recht. Quedlinburg ist eine sehr schöne Stadt. Ich bin noch regelmäßig da – meine Großeltern liegen dort auf dem Friedhof, ich habe aber auch noch Verwandtschaft dort wohnen. Mein Eltern wohnen in Magdeburg – vor drei Wochen habe ich ich mit Ihnen mal wieder einen Ausflug nach Q. gemacht.

      Ich habe an Q. viele Ferienerinnerungen – ich war dort immer bei meinen Großeltern, es wohnten Cousins und Cousinen dort, mit denen man toll den Sommer verbringen konnte.

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  7. Margarita Moerth 3 Jahren her

    Das sind ja wunderbare Häuser, die Ihr da baut, Susanne!
    Wir sind ja schon mit einem (60 Jahre alten und mehrfach runderneuerten) Haus ausgestattet, doch wenn ich 20 Jahre jünger und baufreudig wäre, wäret Ihr die richtige Adresse für mich!

    Das mit der Auszeit für die Frau kann ich nur unterschreiben. Egal, in welchen Familienverhältnissen bzw. Lebensumständen man sich als Frau befindet, die Gefahr, sich allzu sehr vereinnahmen zu lassen besteht immer (steckt wohl in unserem zweiten x-Chromosom ;-))

    Bei einer meiner nächsten „Aus-Zeiten“ werde ich sicher einmal in Deine Gegend kommen. Die steht schon lange auf meinem Reise-Wunschkalender. Vielleicht klappt dann ein Mini-DWW-Treffen in einer der nähergelegenen Städte.

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