Beruflich eine ZahlenFrau, privat eine kreative Freelanderin in Aktion. Hier stellt sich Manuela unseren acht neugierigen Fragen an sie.

 

Manuela Deuss

 

Stiftungsberaterin &
Steuerfachfrau

 

 

 

 

Wie verbindest du Job und Familie?

Ich habe das Privileg als Single meine Zeit sowohl im Job durch Gleitzeit als auch Privat frei einteilen zu können. Familie habe ich vor Ort keine und bin dadurch zeitlich im normalen Tagesablauf nicht eingebunden.

Mit meinen Eltern gibt es Rituale, wie das sonntägliche Telefonat während oder nach dem Frühstück, die nach möglich eingehalten werden. Es wird aber auch abseits dieser Rituale telefoniert, wenn uns danach ist oder Themen anstehen.

Schwierig wird es, wenn gesundheitliche Themen auftreten und ich vor Ort (Nordhessen) benötigt werde. Dann muss ich schauen, wie ich es mit meinen beruflichen Terminen koordiniere. Bisher hat es immer geklappt.

 

Wenn du drei Wünsche frei hättest, was würdest du dir für deine Karriere wünschen?

In meiner derzeitigen Position (Teamleiterin Steuern) und Unternehmen (Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) habe ich alles erreicht, was möglich ist.

Hier würde ich mir mehr Freizeit und weniger Verantwortung wünschen, zumal durch den örtlichen Wechsel von Frankfurt nach Hamburg im Frühjahr viele Leitungsfunktionen schwieriger geworden sind.

Mein größter Wunsch ist meine Spezialisierung als Stiftungsberaterin vollzeitlich und hauptberuflich ausüben zu können. Derzeit ist es dies eine Säule meiner beruflichen Ausrichtung. Gerne würde ich direkt in einer Stiftung arbeiten und täglich an den Prozessen und Entscheidungen live teilnehmen und mitentscheiden.

 

Nach vielen Jahren im Rhein-Main-Gebiet hat es dich nun in den hohen Norden verschlagen. Was hat dich zu dem Umzug bewegt?

Ich wollte schon immer in den Norden, eigentlich bereits nach meinem Studium. Da hat es sich durch ein Jobangebot nicht ergeben. Die Zeit im Rhein-Main-Gebiet war ein Umweg, den ich beruflich und privat gegangen bin. Er war sehr wichtig, aber ich bin glücklich, dass ich im Frühjahr endlich meinem Herzenswunsch folgen konnte.

Für mich war der Umzug in den Norden aus gesundheitlichen und seelischen Gründen sehr wichtig. Ich bin zwar nicht von hier, sondern gebürtig aus Nordrhein-Westfalen, trotzdem ist es für mich ein Nachhause kommen gewesen und ist es jedesmal wieder, wenn ich mich auf der Heimreise vom Süden in den Norden befinde. Sobald der Zug den Bahnhof Hannover hinter sich gelassen hat, merke ich, wie mein Herz sich öffnet und ich mich entspanne „es geht wieder nach Hause ♥“.  Ob dies wirklich Hamburg ist oder der ganze Norden, kann ich noch nicht sagen, auf jeden Fall muss ich wohl einen Klabautermann in meinen Genen haben, der mir seine Wurzeln mitgegeben hat. Nach dem Umzug habe ich endlich wieder zu mir selbst gefunden und mein innerliches Gleichgewicht wieder entdeckt.

 

Was möchtest du anderen Frauen mit auf den Weg geben?

Ich kann jeder Frau nur empfehlen, ihre Ellebogen einzusetzen und für ihre Arbeit und Meinung einzustehen. Für mich war und ist immer wichtig wahrgenommen zu werden und nicht nur im Hintergrund zu agieren. Vor allem das nicht ein(e) Andere(r) für die erbrachte Arbeitsleistung gelobt wird und dies als ihres/seins ausgibt.

Dies ist nicht immer leicht und kostet Kraft und manchmal auch Sympathien. Für mich ist immer wichtig, dass der Mandant mit der von mir erbrachten Dienstleistung zufrieden ist. Das ist für mich ein positiver Abschluss eines Arbeitstages und ein befriedigendes Gefühl. Wichtig ist mir dabei auch, Lob an meine Teammitglieder weiterzugeben und diese zu motivieren ihren Weg zu gehen.

 

Wie lange bist du schon ein Desperate Workwife? Was bedeutet das für dich?

Ich bin seit September 2013 eine DWW und bin über die AdventskalenderAktion und Tanja (sie wird sich auch ohne Nachname erkennen 🙂 ) zu den DWW gekommen. Die DWW haben eine große Bedeutung für mich. Ich habe einige meiner Freundschaften und berufliche Kontakte bei den DWW geknüpft und sehr oft Hilfe in allen Lebenslagen bekommen.

Gerade nach meinem örtlichen Wechsel aus dem Rhein-Main-Gebiet nach Hamburg im Frühjahr dieses Jahres waren die Desperate Workwifes eine große Hilfe, sowohl bei der Wohnungssuche als auch bei der Knüpfung sozialer Kontakte in der neuen Heimat. Neue Freundschaften und Bekanntschaften wurden hierüber bereits geknüpft.

Die Desperate Workwifes gehören für mich zum täglichen Leben und mir würde viel fehlen, wenn ich auf diese verzichten müsste. Für mich gehören die Desperate Workwifes zu meiner HerzFamilie und für meine Seele und Wohlbefinden ein Muss.

 

Du bist Schirmherrin der DWW-Regionalgruppe „Hamburg und Umgebung“ und entdeckst gerade selbst viele Besonderheiten der Stadt. Was gefällt dir an Hamburg am besten?

An Hamburg gefallen mir die Gegensätze der Stadtteile und Kulturen sowie die Mentalität der Nordlichter. Die Hamburger sind rau aber herzlich und ich staune immer, mit welcher Herzlichkeit und trockenem Humor das miteinander funktioniert.

Am besten lässt sich dieses Samstags morgens auf dem Wochenmarkt beobachten und erleben. Ich habe schon einige interessante und witzige Gespräche beim Einkauf von Gemüse und Co. geführt und liebe diese Kommunikation.

Aktuell bin ich andere Stadtteile und Quartiere am erkunden und liebe die Architektur von Hamburg. Leider kenne ich mich noch nicht so gut mit der Geschichte von Hamburg aus, möchte dies aber bald ändern. Alle Stadtteile die ich bisher erkundet habe, haben ein eigenes Flair und sind für sich besonders. Dies gilt sowohl für die neuen Stadtteile (HafenCity, Überseequartier) als auch für die bekannten (Winterhude, Eppendorf). Aber auch alle anderen machen viel Spaß zu erkunden und meine Liste ist noch lang. Dazu kommt, dass wir immer eine angenehme Brise haben und man sie nie weit von der Elbe befindet. Das macht es für mich zum absoluten Wohlfühlort als Wassertierchen Krebs ;-).

 

Beruflich eher eine Zahlenfrau, tobst du dich privat kreativ aus. Was machst du zur Zeit am liebsten?

Ich bin aktuell in der Experemtierphase und versuche diverse Stile (Aquarell, Acryll, Zeichnen etc.) aus und zu kombinieren. Dafür besuche ich Workshops und VHS-Kurse.

Am liebsten bin ich am Zentanglen (Meditationskritzeln) und mein Bullet Journal neu am aufbauen. In Hamburg gibt es eine tolle Lehrerin Beate Winkler, bei welcher ich schon drei Workshops (Zentangle, Art Journaling und Bullet Journal) besucht habe. Sie ist eine tolle Lehrerin und Inspiration und hat mir viele Tipps gegeben, die ich versuche umzusetzen. Ich hoffe sehr, sie für die DWW’s begeistern zu können ;-).

Da es nun auf den Herbst/Winter zugeht, kommt mein Strickzeug wieder zu tage und die Sockenproduktion ist wieder angelaufen. Eine schöne Tätigkeit, beim abendlichen Entspannungsprogramm. Da ich auch gerne häkele kommen immer wieder kleine Projekte dazu. Für mich eine gute Möglichkeit meine Wollreste zu verringern.

 

Ein wichtiges Thema ist „Essen und Ernährung“ für dich, wieso?

Vor 6 Jahre habe ich versucht abzunehmen und bin 3 Monate lang kläglich gescheitert. Gottseidank hatte ich eine Ärztin, die nicht locker gelassen hat bei der Ursachenforschung und nach mehreren Tests kam heraus, das ich Diabetes II „sog. Altersdiabetes“ habe. Da ich ein sehr neugieriger Mensch bin und immer auf der Suche nach neuem Input, habe ich dazu viel gelesen (als LeseRatte ja kein Problem) und mich intensiv beschäftigt. Durch das Diabeteszentrum und Ernährungsberaterin ist zu tage gekommen, dass ich ein Speichertyp bin und Kohlenhydrate von meinem Stoffwechsel sofort in die Depots gepackt werden. Seit dieser Zeit stehen bei mir Pasta & Co. auf dem Index bzw. werden durch Alternativen ersetzt.

Ich habe für mich die LowCarb-Ernährung entdeckt und fahre damit sehr gut. Leider bin ich eine FrustEsserin und die letzten beiden schwierigen beruflichen Jahre sind wieder auf meinen Hüften gelandet. Damit ich aber auch in späteren Jahren weiterhin fit und gesund bleibe, bin ich aktuell wieder in einem Ernährungsprogramm bei meiner aktuellen Hausärztin und kämpfe mit meinem Stoffwechsel um jedes Gramm aus dem Depot.

Ich liebe gutes Essen und Kochen. Für mich ist es als Single kein Problem, alleine für mich zu kochen, da bereits die Zubereitung meditativ ist und ich gerne experimentiere. Gerne probiere ich neue Lebensmittel aus und habe schon einige Kochkurse besucht um andere Kulturen (Vietnamesisch, koreanisch, englische TeaTime) kennenzulernen und nachzukochen.

 

 

Herzlichen Dank an Manuela für dieses tolle Interview und dass du uns mit zu dir zum Strandkorb genommen hast.

 

15 Kommentare
  1. Stefanie Boese-Bellach
    Stefanie Boese-Bellach 2 Monaten her

    Sehr lebendig und gleichzeitig bodenständig kommst du bei mir an 🙂
    Und jetzt hätte ich ja gern noch einen Tipp für eine „Low carb – Teatime“. Ohne Scones???

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  2. Margarete Roth
    Margarete Roth 2 Monaten her

    Liebe Manuela,
    So von Krebs zu Krebs, du gefällst mir sehr gut.
    Sehr schönes Interview.

    Liebe Grüße aus dem Taunus und bis ganz bald🤗
    Margarete

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  3. Brigitte Käding
    Brigitte Käding 2 Monaten her

    So isse, die Manuela 👍
    Schönes Interview 🌞

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  4. Petra Müller
    Petra Müller 2 Monaten her

    So habe ich Dich kennengelernt. Bodenständig und die Ruhe selbst. Danke für das Interview

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  5. Sigrid Reithmeir
    Sigrid Reithmeir 2 Monaten her

    Liebe Manuela, Du kommst in diesem Interview genau so rüber, wie ich Dich kennen lernen durfte: Geradlinig, sympathisch und interessiert.

    Ich freu mich schon auf ein nächstes Treffen!

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  6. Erdme Brüning
    Erdme Brüning 2 Monaten her

    Liebe Manuela, in echt kenne ich Dich ja nicht, aber Du hast hier einen sehr sympathischen Eindruck bei mir hinterlassen. Ich komme aus dem Norden und vielleicht lande ich ja auch irgendwann wieder dort. Hamburg wäre auf jeden Fall auf meiner Liste möglicher Wohnorte. Mit dem Menschenschlag dort kann ich auch sehr viel anfangen, bin eben immer Fischkopp geblieben 😉Ich kann es total verstehen, dass Du Dich dort wohl fühlst!

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  7. Anke Dußmann
    Anke Dußmann 2 Monaten her

    Liebe Manuela, vielen Dank für das interessante Interview. So habe ich Dich letzten Freitag, wenn auch nur kurz, kennengelernt. Danke dafür.

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  8. Ingrid Bürger
    Ingrid Bürger 2 Monaten her

    Danke für das Interview liebe Manuela. Da ist direkt Sympathie da. Es gefällt mir wie unaufgeregt du über dein Leben sprichst und wie du wohl konsequent deinen Weg gehst. Liebe Grüße aus NRW nach Hamburg 🙂

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  9. Andrea Behle-Krämer
    Andrea Behle-Krämer 2 Monaten her

    Genau so isse, die Manuela.
    Danke für deine Einblicke und bis ganz bald wieder!

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  10. Angela Steffens
    Angela Steffens 2 Monaten her

    Ein schönes Interview, liebe Manuela. Noch kenne ich dich nicht persönlich, aber ich kann schon sagen, dass mir deine ruhige, geradlinige Art sehr sympathisch ist! Liebe Grüße

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  11. Manuela Deuss
    Manuela Deuss 2 Monaten her

    Danke für die tollen positiven Meldungen zum Interview. Freu mich sehr darüber 🙂

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  12. Beate Winkler
    Beate Winkler 2 Monaten her

    Liebe Manuela, vielen Dank für das nette Kompliment <3
    Jetzt machst du mich wirklich neugierig auf die DWW.
    Lass uns beim nächsten Treffen gerne drüber sprechen. Ich freu mich dchon jetzt auf dich im November.
    Herzliche Grüße Beate

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  13. Cathrin Eich
    Cathrin Eich 2 Monaten her

    Liebe Manuela,
    Danke für Deinen Ich-Bericht !!! Ich wünsche Dir viel Glück 🍀 und Erfüllung 🎉 in Deiner Wahlheimat Hamburg. Auf mich wirken Deine Äußerungen sehr sympathisch und machen Lust darauf mehr von Dir und dem von Dir gewählten neuen Weg zu hören / lesen.
    Vielleicht gibt es ja bald mal ein großes DWW treffen in meiner Geburtsstadt?

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    • Manuela Deuss
      Manuela Deuss 1 Monat her

      Liebe Cathrin ein DWWTreffen in Hamburg ist in der Planung für nächstes Jahr und ich bin im Hintergrund am tüffteln was wann und wo geht. Mehr dazu voraussichtlich im neuen Jahr 😉

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  14. Christiane Winkler
    Christiane Winkler 2 Monaten her

    Danke für das tolle Interview, Manuela! Winke nah Hamburg!

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