Jo Jansen ist ein gebürtiges Nordlicht, das seit elf Jahren in Süddeutschland zu Hause ist.

Hier schreibt sie mörderische Kurzgeschichten sowie Krimis, in denen Hunde und Katzen die Hauptrollen spielen.

Wer auf den einsamen Wegen am Rande des Oberen Donautals wandern geht, könnte Jo begegnen, begleitet von Hund und Katz.

Wir freuen uns, dass Jo unsere neue Rubrik „Acht Fragen an …“ eröffnet, wo sich Workwives unseren Fragen stellen. Herzlichen Dank dafür, liebe Jo!

 

 

 

Jo Jansen

Autorin

 

DONAUtalVERLAG

Fallstraße 27, 88631 Beuron

jansen.jo@icloud.com

www.jo-jansen.de

 

 

 

 

 

 

 

Wie verbindest du Job und Familie?

Das ist zum Glück kein Problem (mehr): Meine beiden Söhne sind schon groß und wohnen nicht mehr bei mir. Mein Mann arbeitet im Außendienst und ist normalerweise nur am Wochenende zu Hause. Das heißt, ich habe Montag bis Freitag »sturmfrei«, ein Gefühl, das ich zum Schreiben brauche.

 

Wenn du drei Wünsche frei hättest, was würdest du dir für deine Karriere wünschen?

Oh, eine gute Fee?! Nun, Karriere klingt so streberhaft. Ich schreibe Geschichten, weil es mir ein Bedürfnis ist. Darum wären meine Wünsche, auf das Schreiben bezogen:

  1. Dass ganz viele Menschen meine Geschichten lesen und sich davon verzaubert fühlen.
  2. Dass mindestens ein Buch ins Englische übersetzt und auch von vielen Menschen gelesen wird.
  3. Dass meine Hundekrimis verfilmt werden.

 

In deinen Büchern geht es oft blutrünstig zu. Bist du selbst auch ein kleiner Gangster?

Wohnt nicht in jedem von uns ein kleines Monster? Wer wollte noch nie dem Nachbarn den Hals umdrehen, der stundenlang mit seinem Laubbläser / Rasenmäher direkt in unser Hirn gelärmt hat? Ich lebe diese Phantasien aus. Ich stoße Menschen, die mich geärgert haben, ein Messer ins Herz und drehe es genussvoll um – in meinen Geschichten. Danach geht’s wieder und ich freu’ mich, dass der Nachbar noch lebt.

 

Woher bekommst du die Inspirationen für deine Geschichten?

Das Leben ist eine einzige Inspiration. Wer tagtäglich mit Tieren zusammenlebt und diese beobachtet, dichtet ihnen doch automatisch irgendwann menschliche Gedanken an. Geliebte Tiere, Großmütter, Freunde liefern Anregungen für die guten Geschichten. (»Der Leberwurst-Mörder«, »Omis Kekse«, »Die Tante« …) Exfreunde sind eine tolle Inspiration für die bösen. (»Nur noch ein Kilogramm«) Wenn Du im Herbst spätabends gähnend mit dem Hund die Gute-Nacht-Gassi-Runde läufst und die dabei immer wieder Spinnenfäden aus dem Gesicht wischt, fragst Du dich irgendwann, wo die Spinnen dazu sind. So entstand »Die Quelle«.

  

Welchen Anteil hat dein Hund bei deiner Autorentätigkeit?

Meine Deutsch Drahthaar Hündin Rika, die gerade 13 Jahre alt geworden ist, hat mich zu meinem allerersten Buch inspiriert. Im »Leberwurst-Mörder« und den folgenden Hundekrimis erzähle ich aus Hundesicht. Es macht wahnsinnig viel Spaß, sich zu überlegen, was ein Hund wohl über bestimmte menschliche Verhaltensweisen denken könnte. Oder menschliche und hündische Verhaltensweisen zu vergleichen. Aus Hundesicht sind wir Menschen dabei oft wahnsinnig kompliziert. Auch in einigen Kurzgeschichten kommen Hunde vor, die teilweise Züge von Rika tragen.

 

Kannst du schon etwas über deine nächsten Projekte verraten?

Der zweite Hundekrimi (Arbeitstitel »Der Grillwurst-Mörder«) ist fertig, jetzt hoffe ich, dass der Verlag ihn ebenso mag, wie ich. Derzeit arbeite ich an einem Buch mit Tiergeschichten aus dem Donautal und einem weiteren mit geheimnisvollen Geschichten aus dem Donautal. Der dritte Hundekrimi soll ebenfalls im Oberen Donautal spielen. Nicht nur mein Lebensmittelpunkt hat sich vor dreieinhalb Jahren in diese wunderschöne Gegend verlagert, auch die Geschichten fallen mir hier direkt vor die Füße.

 

Wie lange bist du schon ein Desperate Workwife? Was bedeutet das für dich?

Seit März 2011 bin ich ein DWW und ich bin es gern. Ihr anderen DWW seid für mich meine virtuellen Arbeitskolleginnen, mit denen ich über Gott und die Welt reden kann, wenn ich will. Ich liebe diese bunte Frauenrunde! Sie ist schon lange mein einziger Grund, überhaupt noch regelmäßig bei XING vorbeizuschauen. Allerdings nehme ich mir auch manchmal eine Auszeit von zuviel Social Media Aktivität, um im Kopf mehr Platz und Fluss für meine Geschichten zu haben.

 

Was möchtest du anderen Frauen mit auf den Weg geben?

Traut Euch, Euren Traum zu leben. Das Leben ist zu kurz und zu wertvoll für falsche Freunde, schlechte Bücher und Jobs, die uns unglücklich machen.

13 Kommentare
  1. Margarita Moerth
    Margarita Moerth 1 Jahr her

    Klingt fabelhaft, liebe Jo. Wie viele andere warte ich schon wieder begierig auf Dein nächstes Buch. Mach Deinem Verlag Beine … 😉

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  2. Brigitte Käding
    Brigitte Käding 1 Jahr her

    So herrlich entspannt im Hier und Jetzt…das drückt schon dein Foto aus.

    Schreib bitte weiter, ich möchte wieder was von dir lesen!

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  3. Sigrid Reithmeir
    Sigrid Reithmeir 1 Jahr her

    Oh, nur „Nur noch ein Kilogramm“ war ja so bitterböse. Dass Du Dein Ex-Freund Dich da inspiriert hat, lässt ja tief blicken….. :)))

    Liebe Jo, ich muss jetzt endlich den Leberwurstmörder lesen. Ich hab den meiner Schwester geschenkt, aber immer noch nicht ausgeliehen.

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  4. Steff
    Steff 1 Jahr her

    Ich bin ja echt kein Krimi-Fan, liebe Jo, aber du machst dann doch große Lust auf tierische Morde 🙂 Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass dein Donautal mal auf meine Urlaubsliste gehört.

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  5. Christine Reguigne Author
    Christine Reguigne 1 Jahr her

    Jo kann übrigens nicht nur mit Leberwurst morden, sie kann auch (unter ihrem Rätsel-Pseudonym 😉 ) für meine Rätselschmiede um die Ecke denken.

    http://www.raetselschmiede.de/um_die_ecke.html

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  6. Ulrike Prümer
    Ulrike Prümer 1 Jahr her

    Oh, endlich gibt es Aussichten auf einen weiteren Hundekrimi! Ich warte, also hoffentlich lässt sich der Verlag nicht lange bitten.

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  7. Tanja Hennseler
    Tanja Hennseler 1 Jahr her

    Das klingt nach Erfüllung der eigenen Wünsche. Beneidenswert 🙂

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  8. Angela Steffens
    Angela Steffens 1 Jahr her

    Da hab ich aber gelacht… 🙂 Die Quellen deiner Inspiration sind so schön menschlich und lebensnah!
    Ich glaube, der Leberwurst-Mörder findet jetzt auch mal den Weg auf meinen Lesetisch. Das hat mich echt neugierig gemacht, zumal wir seid März ja auch einen Hund haben und wir uns im Hunde-Denken üben!

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  9. Marion Remy
    Marion Remy 1 Jahr her

    Herrlich das Du Deine mörderischen Phantasien so gekonnt ausleben kannst. Hoffentlich triffst Du noch viele Leute die Dich ärgern? damit die Bücherreihe weitergeht.

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  10. Kerstin Wessel
    Kerstin Wessel 1 Jahr her

    Oh ja, nur noch ein Kilogramm ist bitterböse! und der Leberwurstmörder machte schon Lust auf viel mehr! Herrlich! Schöner Einblick, und inspirierende Antworten!

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  11. Katja Tillmann
    Katja Tillmann 1 Jahr her

    Ich liebe „nur 1 Kilogramm“ und habe es bereits mehrmals gelesen!
    Danke für Deine Ein- und Aussichten, liebe Jo – und weiter so!

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  12. Jo Jansen
    Jo Jansen 1 Jahr her

    Vielen Dank für Eure lieben Kommentare. Gerade gehen drei wundervolle, arbeits- und erholsame Urlaubswochen zu Ende, und ich freue mich, ab Montag wieder geregelte Schreibzeit zu haben. Eure Worte motivieren mich zusätzlich. Denn Schreiben ist eine einsame Tätigkeit im stillen Kämmerlein, getragen von der Hoffnung, dass es draußen in der Welt Menschen gibt, die lesen möchten, was ich zu Papier bringe.

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  13. Outi Kaden
    Outi Kaden 1 Jahr her

    Schönes Interview. Weiter viel Erfolg!

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