Geboren als Kind des Ruhrpotts, wo sie auch bis vor drei Jahren in ihrem Geburtsort Schwerte lebte, hat es sie der Liebe wegen nach Iserlohn ins schöne nördliche Sauerland verschlagen. Eigentlich sind dazwischen nur knapp 20 km, manche behaupten, es seien Welten… 😉 Dort lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen. Neben ihrer Familie und ihren Freunden liebt sie Tiere, die Natur und macht gerne Sport. Genauso gern entspannt sie aber auch bei einem guten Buch auf dem Sofa.

Sie ist eine fröhliche Quasselstrippe, interessiert an Menschen, offen für Neues. Das ist sicher auch ein Grund dafür, dass sie im Herbst 2017 entschieden hat, sich nebenberuflich selbständig zu machen. Seither ist sie mit Begeisterung als „Netzwerkerin für nachhaltigen Konsum“ als Partnerin der Firma Ringana unterwegs. Feuer und Flamme für die nachhaltige Philosophie der Firma berät sie ihre Kundinnen und Kunden. Für 2019 hat sie sich vorgenommen, so richtig durchzustarten. Dafür sucht sie noch engagierte Frauen, die Lust haben, in diesem nachhaltigen Business mitzuarbeiten. Ihr Ziel ist es, der reinen Selbständigkeit Schritt für Schritt näherzukommen.

Heike Schulte-Neumann

 

heike.mygreenfootprint@gmail.com

https://heike-schulte.ringana.com/

Selbständige Ringana Frischepartnerin (Ringana GmbH, Hartberg, Österreich)

Netzwerkerin für nachhaltigen Konsum
und Assistentin in einem Industrieunternehmen

 

 

Wie verbindest du Job und Familie?

Da wir keine Kinder haben, ist das nicht ganz so kompliziert. Ich denke, dieses Thema wird aktueller für mich werden, wenn meine Eltern/ Schwiegereltern in Zukunft Unterstützung benötigen. Wie das dann aussehen wird – heute noch keine Ahnung. Es kommt ja immer darauf an, wie der Bedarf an (gewünschter) Unterstützung aussieht.

Mein Mann und ich haben teils gemeinsame, teils eigene Hobbies. So ist das eine gesunde Mischung. Wir gönnen uns den für uns großen Luxus einer Reinigungsdame. Alles andere im Haushalt erledigen wir gemeinsam, jeder macht das, was ihm liegt.

 

Wenn du drei Wünsche frei hättest, was würdest du dir für deine Karriere wünschen?

  1. Ich wünsche mir weiterhin Mut, Kraft, Zielstrebigkeit, Spaß und ein gutes Stück Unvernunft um meine Ziele zu erreichen.
  2. Für meinen Hauptjob: Dass ich noch lange mit meinem Chef zusammenarbeiten kann.
    Für meine Selbständigkeit: Ein tolles, schlagkräftiges Team, mit dem ich erfolgreich und mit viel Freude und Engagement zusammenarbeiten kann. Und weiterhin so tolle Kundinnen und Kunden!
  3. Für beide Jobs: Durchhaltevermögen, auch motiviert weiterzumachen, wenn es grad mal nicht so gut läuft.

 

Was möchtest du anderen Frauen mit auf den Weg geben?

Weil es mich selber in den letzten Jahren so bewegt hat: Wenn ihr mit eurem Leben, eurer Arbeit oder was auch immer unzufrieden seid oder das Gefühl habt, „da fehlt noch was“: Habt den Mut, euch zu verändern! Überlegt euch, was ihr nicht mehr oder anders wollt, sucht nach Möglichkeiten. Habt ein Ziel, wo es hingehen soll. Egal was es ist. Ein neuer Job, ein anderes Hobby, ein zweites berufliches Standbein, ein Buch schreiben, vielleicht ein Instrument lernen…? Was „kickt“ euch, wenn ihr darüber nachdenkt? Man muss ja nicht gleich alles Bisherige über Bord werfen. Veränderung ist oft anstrengend, ja. Und es geht nicht von heute auf morgen. Aber es tut soooo gut, wenn man die ersten Meilensteine erreicht hat, so klitzeklein sie auch sein mögen.

Ich habe zum Beispiel wieder angefangen, Italienisch zu lernen. Ganz einfach mit einer App. Immer wenn ich Zeit habe, mache ich ein paar Lektionen und freue mich total, wenn ich wieder eine abgeschlossen habe. Und wie oben beschrieben war ich mutig und habe im September 2017 den Schritt in die nebenberufliche Selbständigkeit gemacht. Es war die beste Entscheidung meines Lebens. Es fühlt sich einfach gut an!

 

Wie lange bist du schon ein Desperate Workwife? Was bedeutet das für dich?

Ganz ehrlich gesagt weiß ich das gar nicht genau. Ich glaube, in der Xing-Gruppe war ich eine DWW der fast ersten Stunde. War das 2011? Im HQ bin ich seit 2017 angemeldet, aktiv allerdings erst seit Sommer 2018.

Ein Workwife zu sein bedeutet für mich sehr viel. Teil einer Gruppe von Frauen zu sein, die sich in allen Belangen des Lebens unterstützen, beraten oder einfach mal nur ein offenes Ohr haben, ist etwas ganz Besonderes. Ich durfte bei den DWW schon so viele wunderbare Frauen kennenlernen, virtuell und auch persönlich. Das bereichert mich. Der Austausch ist sehr aktiv, egal zu welcher Frage des Lebens. Insbesondere das Wissen, für viele Themen eine Fachfrau im Netzwerk zu haben, finde ich klasse.

 

Seit über einem Jahr bist du nebenberuflich selbstständig. Was hat dich an dem Schritt gereizt und könntest du dir das auch hauptberuflich vorstellen?

Der Gedanke, bis zu meiner Rente am selben fremdbestimmten Schreibtisch zu sitzen, hat sich irgendwann für mich nicht mehr gut angefühlt. Ich mag meinen Beruf als Assistentin gern und ich habe auch den tollsten Chef der Welt, aber man weiß ja nie, wie Dinge sich im Laufe der Zeit entwickeln. Ich wollte einfach für mich selbst arbeiten. Die Frage war dann nur was und wie. Interessiert hätte mich der Bereich Naturheilkunde für Tiere. Das hätte aber große finanzielle und zeitliche Investitionen bedeutet, was ich nicht wollte/ konnte. Also habe ich meine Pläne erstmal wieder auf Eis gelegt.

Bis im Sommer 2017 durch eine Freundin Ringana in mein Leben kam. Ringana ist ein österreichisches Unternehmen, das Frischekosmetik und hochwertige Nahrungsergänzungsmittel herstellt und diese über Empfehlungsmarketing vertreibt. Ringana arbeitet in allen Bereichen ethisch-nachhaltig. Alle Produkte sind frisch, ohne Konservierungsstoffe, mikroplastikfrei, tierversuchsfrei und natürlich ohne Erdöl. Das hat mich sofort begeistert, denn ich bin schon immer sehr kritisch mit Pflegeprodukten und deren Inhaltsstoffen gewesen. So probierte ich zunächst die Produkte und war nach kurzer Zeit davon überzeugt. Und dann kam ich ins Grübeln…

Es dauerte dann noch zwei Monate des Fragens, Prüfens und Informierens, bis ich die Entscheidung traf, Ringana Frischepartnerin zu werden. Mein Herz hatte diese Entscheidung schon viel eher getroffen, mein Verstand hat sich erst nicht getraut. Jetzt, nach mehr als einem Jahr kann ich sagen: alles richtiggemacht!

Zur Frage, ob ich mir diese Tätigkeit auch hauptberuflich vorstellen könnte: ganz sicher sogar! Es ist mein festes Ziel, meinen bisherigen Hauptjob irgendwann an den Nagel zu hängen und „Ringana Only“ zu machen. Das geht natürlich nicht über Nacht, aber ich habe ja keine Eile, aber Ziele. Ich habe mich im ersten Jahr meiner Tätigkeit auf die Kundengewinnung konzentriert. Jetzt möchte ich auch mit dem Teamaufbau starten, weil ich mich sicher genug fühle, eine gute Mentorin für mein Team zu sein. Wenn sich also jemand angesprochen fühlt… 😉

 

Seit deiner Hochzeit hast du einen Doppelnamen, der aber deinen Geburtsnamen nicht beinhaltet. Wie kommt das und wie war die Reaktion darauf?

Das ist eigentlich ganz einfach: Mein Mann heißt so, weil er als junger Mann vom damaligen Ehemann meiner Schwiegermutter adoptiert wurde. Ich wollte gern so heißen wie mein Mann. Also Schulte-Neumann. Die Reaktion war an vielen Stellen lustig. Oft kam die Frage – genau wie hier – wieso ich jetzt einen Doppelnamen ohne meinen Geburtsnamen habe. Ich hätte nicht gedacht, dass das so außergewöhnlich ist. Meine Kollegin meinte anfangs, sie könne sich das nicht merken. Sie sagte im Spaß immer Frau Dreßler-Schulte-Neumann zu mir. Was dazu führte, dass mein Chef sich das auch genauso in seine Handykontakte speicherte. Es war über Tage der Brüller!

 

Bei einem Firmenevent durftest du vor einigen Jahren Rea Garvey kennenlernen. Erzähl mal!

Oh, das war spannend! 2012 wenn ich mich recht entsinne. Ich arbeite hauptberuflich bei einem Pumpenhersteller, das heißt, wir bewegen Wasser. Rea Garvey hatte damals ein Hilfsprojekt ins Leben gerufen. Das Projekt „Clear Water“ hat das Ziel, den Menschen im durch Erdöhlbohrungen kontaminierten Amazonas-Gebiet Equadors den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen.

Wir hatten damals eine Spendenaktion innerhalb der Firma. Es konnten Wasserflaschen zugunsten des Projekts gekauft werden und das Unternehmen hat den Spendenbetrag dann noch aufgestockt. Rea war dann an einem Tag für einen Pressetermin bei uns im Hause. Ein Riesen Tam-Tam mit Kamerateam, Security und allem Drumherum. Es hatte sich herumgesprochen, dass Rea Garvey zu uns kommt. Die Begeisterung der Damenwelt könnt ihr euch sicher vorstellen. 😉 Wir haben ihn dann im Gebäude erwartet und ich kann sagen, dass Rea Garvey ein sehr angenehmer Mensch ist! Down to earth, sehr freundlich und gut gelaunt. Völlig ohne Allüren, das hat mir sehr gefallen. Er hat sich die Zeit genommen mit uns ein paar Worte zu wechseln und Autogramme gab es natürlich auch – auf die Deckel der Wasserflasche. So etwas vergisst man nicht so schnell! Den Deckel mit dem Autogramm hatte ich noch lange in meiner Schreibtischschublade. Beim letzten Umzug ist er dann leider irgendwie verloren gegangen.

 

Was hast du denn sonst noch so vor in deinem Leben?

Oh, da steht so einiges auf meiner Liste. Ich möchte z.B. gern noch Tierkommunikation lernen. Das finde ich total spannend und sehr hilfreich im Umgang mit unseren Tieren! Über Kerstin Wessel hatte ich da schon Berührungspunkte, sie hat z.B. schon mit meinem mittlerweile verstorbenen Pony kommuniziert und mit meinen Katzen. Leider fehlt mir im Moment die Zeit dafür. Man kann nicht alles gleichzeitig machen und Tierkommunikation lernen heißt üben, üben, üben. Wenn ich etwas anfange, möchte ich mich auch voll darauf konzentrieren können.

Ich möchte mit meinem Mann noch viel reisen. Gar nicht unbedingt immer so weit weg, Deutschland ist so schön und da gilt es noch einiges zu erkunden, gern mit unseren Fahrrädern. Was das Ausland betrifft steht auf dem Plan: nach Österreich in die Berge, nach 20 Jahren endlich mal wieder Sardinien sehen, in den Norden oder Osten an die See.

Auch auf meiner Wunsch-Lern-Liste für irgendwann: Reiki. Reiki fasziniert mich schon lange. Ich finde es toll, dass es im Grunde jeder lernen kann, der dafür offen ist. Wer weiß, wann ich mir dafür die Zeit nehmen werde. Ich fange wohl erst mal damit an, mir selbst Behandlungen zu gönnen.

Ansonsten habe ich vor, gesund und glücklich zu sein. Und das wünsche ich auch allen Leserinnen! Danke, dass ihr euch die Zeit fürs Lesen genommen habt!

 

 

Und wir danken dir, liebe Heike, für dieses tolle Interview. Du hast ja noch so viel vor, das wiederholen wir garantiert irgendwann, wenn es wieder etwas zu berichten gibt 🙂

 

 

3 Kommentare
  1. Ingrid Bürger 1 Jahr her

    Liebe Heike, ein schönes Interview, danke!

    Auch wenn wir beide uns schon kennen (und ich die Produkte von Ringana auch kenne und prima finde) habe ich doch einiges Neues über Dich erfahren dürfen.

    Aus deinen Antworten spricht so viel Lebendigkeit und Begeisterung heraus …

    Ich finds ja klasse und sympathisch, dass es tatsächlich mal jemanden gibt, der Deutschland bereisen möchte – und sich nicht ständig nach fernen Ländern sehnt …

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  2. Evelyn Jeske 1 Jahr her

    Allerliebst, fröhlich und gleichzeitig taff- so, wie ich dich live auch immer erleben durfte!!
    Ich wünsche dir von Herzen, dass sich deine Wünsche erfüllen und bin sehr froh, dass du ein Teil der DWWs bist!! Hoffentlich sehen wir uns bald wieder und du erzählst noch mehr!!

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  3. Angela Steffens 11 Monaten her

    Sehr schönes Interview, liebe Heike, du sprühst ja vor Energie!!!
    Ich hoffe, wir lernen uns mal persönlich kennen, ich denke, wir hätten was zu erzählen! 🙂

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