Veränderung ist die Konstante in Brigittes Leben.

Mehr Ruhe und Balance hat die gebürtige bekennende Westfälin, die sich schon seit 1981 in Hessen tummelt, mittlerweile familiär und beruflich in Wiesbaden gefunden.

Anker geworfen, sozusagen – gut so! Auf Achse ist sie dennoch gerne.

Im Interview erfahrt ihr mehr!

 

 

 

 

Brigitte Käding

 

Ayurveda Dreaming Gesundheitsheitspraxis

Massagen – Ernährungsberatung – Coaching

Wielandstraße 5, 65187 Wiesbaden

 

brigitte.kaeding@web.de

www.ayurveda-dreaming.de

 

 

Wie verbindest du Job und Familie?

Das ist völlig unproblematisch, denn mein Ehemann unterstützt mich sehr. Er selbst ist nur noch ehrenamtlich als gesetzlicher Betreuer tätig und ich kann meine Selbstständigkeit gut ausleben. Außerdem haben wir weder Kinder noch Tiere, die zu betreuen sind.

Auch in früheren Zeiten, als wir beide noch festangestellt in Stressjobs waren, lief das Familienleben mehr oder weniger problemlos. Dem Job habe ich einen sehr sehr großen Stellenwert eingeräumt, egal was ich gemacht habe. Ich war dadurch oft mega groggy, das war auch nicht immer lustig. Zum Glück guckt mein Mann im Haushalt nicht weg, hat er noch nie gemacht. Da habe ich echt Glück, sehr viel Glück.

 

Wenn du drei Wünsche frei hättest, was würdest du dir für deine Karriere wünschen?

Meine beruflliche Laufbahn befindet sich im Spätherbst. Ich habe vor, bei voller Gesundheit noch gut 6 Jahre zu arbeiten und dann höchstens noch eingeschränkt, wenn ich Lust habe und es der Körper mitmacht.

Was ich mir wünsche: Gesundheit, die gleichen Rahmenbedingungen in meiner Praxis sowie weiterhin supernette Kundinnen und Kunden.

 

Was möchtest du anderen Frauen mit auf den Weg geben?

Wenn dir etwas nicht auf Dauer nicht gut tut, verändere es. Habe Mut. Suche dir Verbündete und Vertraute, auch von außen. Ein Netzwerk von Familie, Freunden und externen Sparringspartnern (wegen des neutralen Blicks) ist Goldes wert. Ich habe es nie gescheut, mir bei Bedarf in Krisensituationen Unterstützung in Form von Coaching oder Therapie zu suchen. Das hat mich immer weitergebracht.

 

Wie lange bist du schon ein Desperate Workwife? Was bedeutet das für dich?

Im Sommer 2011 bin ich „durch Zufall“ auf die Desperate Workwives gestossen. Den Namen las ich im Netz und neugierig, wie ich bin, klickte ich drauf. Ich war schnell angefixt und bald fing ich an, mich durch Beiträge zu beteiligen und dann irgendwann auch DWWs live und in Farbe kennen zu lernen.

Ein Desperate Workwife zu sein ist ein Highlight in meinem Leben, ohne Übertreibung. Ich bin in einer emotional schwierigen Phase meines Lebens hinzugestoßen. Nicht dass ich das damalige heiße Thema im Netz ausgebreitet hätte (das würde ich aus persönlichen Gründen auch jetzt nicht machen), aber ich fand Ablenkung im positiven Sinne. Soviele tolle Frauen mit unterschiedlichsten fachlichen und persönlichen Themen, Humor, die Herzenswärme, ein Nest. Das habe ich damals genau gebraucht und bin wahrscheinlich auch deshalb so tief eingetaucht. Ich bin nämlich nicht unbedingt ein „Dauertyp“, aber bei den DWWs bin ich geblieben und werde auch weiter dabei sein. Da habe ich eine ganz tiefe Bindung.

 

Du bist ausgebildete Ayurveda Massagetherapeutin sowie Ayurveda Ernährungs- und Gesundheitsberaterin. Kannst du uns kurz erklären, was man sich unter Ayurveda vorstellen kann?

Ayurveda – da denken ganz viele an wohltuende Massagen mit gut duftenden Kräuterölen, an indische Gerichte mit exotischen Gewürzen, an Urlaube in Ayurvedaresorts an traumhaften Stränden in Indien, Sri Lanka oder an anderen Plätzen dieser Erde. Alles sehr sinnlich, sanft und schön. Ja, auch das gehört dazu und ich liebe es – und ich praktiziere einiges davon. Das ist aber nur ein Teil des Ayurveda.

Ayurveda heißt übersetzt „das Wissen vom Leben“. Das Wort kommt aus dem Sanskrit, der altindischen Gelehrtensprache. Ayurveda ist die tradtitionelle Heilkunde aus Indien und Sri Lanka, viele 1000 Jahre alt und voll im Saft. Uraltes Wissen für unsere heutige Zeit, von der WHO als medizinisches System anerkannt.

Neben der Heilung von Krankheiten ist die zweite wichtige Säule des Ayurveda die Prävention, also die Gesundheitsvorsorge. Da gibt es jede Menge gute und praktikable Empfehlungen, die ganz individuell auf den Menschen zugeschnitten sind. Das betrifft die Ernährung, die Lebensführung, Kräuter, Massagen – überhaupt das komplette Leben.

Ich bin in der Prävention tätig, habe also keine Patienten, sondern Kundinnen und Kunden. Gesundheitsfördernde Effekte sind aber nicht ausgeschlossen… Das betrifft die Massagen (mit und ohne Öl) sowie die Ernährungs- und Gesundheitsberatung. Ich liebe diese Tätigkeit, weil sie sinnstiftend ist, den einzelnen Menschen im Blick hat, niemals zur Routine wird und weil ich diese uralte Tradition faszinierend finde.

Da ich oben schrieb, es sei alles sinnlich, sanft und schön… nein, es gibt auch Anwendungen, die genau das Gegenteil sind, aber notwendig und effektiv. Ich nenne als Beispiel die Panchakarmakur, die sehr intensive ayurvedische Reinigungkur aus dem medizinischen Repertoire.
Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber das reicht an der Stelle.

 

Nach vielen Jahren in einem völlig anderem Beruf als Personalentwicklerin, hast du 2002 deine eigene Ayurveda-Praxis mit Schwerpunkt Massagen in Wiesbaden eröffnet. Wie kam es dazu?

Ich war viele Jahre Führungskraft im Personalbereich, zuletzt als Leiterin Personalentwicklung. Den Bereich habe ich im Unternehmen von null aufgebaut und bin da auch auf manches in meiner dortigen Laufbahn stolz.

Der Ausstieg erfolgte, weil die Zeit nach zwei Vorgesetztenwechseln für mich reif war. Es hat gereicht, meine persönlichen Ziele dort waren erreicht, ich mochte nicht mehr kämpfen und ich hatte den Eindruck, es schadet meiner Gesundheit in erheblichem Masse, wenn ich weiter mache. So stieg ich aus.

Nach einer Auszeit wollte ich schauen, ob ich mit meinen Qualifikationen eine Selbstständigkeit als Personalentwicklerin, Coach, Trainerin für Führungskräfte und Nichtführungskräfte aufbauen kann. Während der Auszeit, die knapp 1 1⁄2 Jahre gedauert hat, habe ich mich erstmal mit mir selbst beschäftigt und dann als Weiterbildungsjunkie mehr oder weniger parallel mehrere Ausbildungen begonnen. Das fing ziemlich zeitgleich mit Gestalttherapie, NLP sowie der Heilpraktikerschule an. Kurze Zeit später kam buchstäblich „wie angeflogen“ Ayurveda dazu, und zwar direkt eine große Massageausbildung.

Ayurvedamassagen sowie Grundkenntnisse der ayurvedischen Typenlehre und einiges aus der Ernährung hatte ich privat schon während meiner Personalertätigkeit kennen gelernt. Das ist allerdings selbst im dem Bereich loslege, war nicht geplant. Ich ahnte kein Talent, ich hatte nie zuvor einen Menschen massiert und hatte es bis dato auch nie vor. Tja, und dann fing ich an und ich habe bis heute nicht aufgehört…

Als wir nach Wiesbaden zogen, habe ich mich mit zwei Firmen gleichzeitig selbstständig gemacht. Eine dritte Firma, ein Institut für Gesundheitscoaching, kam zwischendurch noch mit einer Kollegin hinzu. Das war eine kurze Sache, die mich aber auch nochmal weiter gebracht hat.

Mittlerweile konzentriere ich mich voll auf die Ayurvedapraxis. Meistens massiere ich, außerdem berate ich ayurvedisch – typgerecht – in Sachen Ernährung und Gesundheit und im Rahmen der Ayurvedapraxis coache ich auch noch. Letzteres meistens zu beruflichen Themen, aber nicht nur.

 

Du könntest dauernd unterwegs sein, weil „Reiselust“ dein zweiter Vorname ist. Wo warst du schon überall und was willst du noch sehen?

Naja, mir ist aufgefallen, dass ich die großen Entfernungen alle in jüngeren Jahren zurück gelegt habe. Sehr gut gefallen haben mir dabei Hawaii, meine Monate in New York City, die Reise nach Vancouver sowie die Zeit in Oregon, Kenia, die Bahamas. Auf Sri Lanka, wo ja Ayurveda praktiziert wird, war ich auch; da hatte ich allerdings von Ayurveda noch nie was gehört und Ayurvedatourismus gab es damals noch nicht.

Mehr und mehr macht mir schwüle Hitze zu schaffen und ich kann auch schlecht lange still im Flieger sitzen. Da das meinem Mann ähnlich ergeht, kreisen wir eher in westlichen, gemäßigten Gefilden herum. Da gibt es viel zu sehen und auch noch viel zu entdecken. Von Frankreich möchte ich zum Beispiel noch viel mehr kennen lernen, als das bißchen, was ich bisher gesehen habe – zum Beispiel Burgund und die ganze Gegend um Bordeaux. Außerdem reizen mich Nordspanien sowie Nordportugal.

Die Lieblingsziele haben im Laufe der Jahrzehnte gewechselt. Es gab mal eine Griechenlandphase, dann eine Italienphase, dann Türkei, Spanien, dann sehr oft Portugal – vor allem Lissabon und Umgebung sowie eingeschränkt die Algarve. Madeira habe ich im letzten Jahr entdeckt und war dort zweimal in einem schönen Ayurvedahotel. Seit einigen Jahren fahren wir auch gerne und regelmäßig in die Niederlande und genießen dort die Nordsee sowie tolle Städte und die netten Menschen. Die deutsche Ostseeküste haben wir zumindest östlich von Lübeck ganz gut erforscht und überhaupt zieht es uns immer wieder in die neuen Bundesländer. Berlin, Potsdam, Schwerin, Dresden, Leipzig und auch viele kleinere Orte, da wir dorthin eine Zeitlang gerne zu Konzerten einer jetzt nicht mehr existierenden Band gefahren sind.

Wohin ich noch möchte? Ich würde trotz des langen Fluges gerne nochmal nach Hawaii und mehr Ziele in den USA, Kanada und Südamerika (Chile, Argentinien…) sehen. Ob das was wird?

 

Neben dem Reisen magst du auch die schönen Künste wie Theaterbesuche oder Ausstellungen. Was hast du zuletzt gesehen und was hat dich besonders begeistert.

Ich gehe gerne in die Oper und bevorzuge dabei die italienische Oper. Verdi beispielsweise. Aber auch Barockopern von Händel mag ich, zum Beispiel neulich die Oper „Alcina“. In Wiesbaden gibt es ein Opernhaus aus Kaiser Wilhelms Zeiten, ich liebe dieses alte Gemäuer und die Ausstattung.
Das politische Kabarett mag ich und war vor einigen Tagen bei H.G. Butzko im Mainzer Unterhaus. Sehr gut.

Theaterbesuche könnten noch öfter stattfinden. Zuletzt war ich mit einer lieben DWW in der Hamburger Speicherstadt in einer Open Air Aufführung des „Jedermann“. Das war spitze, würde ich wieder machen.

Ausstellungen, ja gerne. Ganz gemischt. Demnächst steht Gustav Klimt in Halle an der Saale an. Ich reise also auch gerne zu kulturellen Ereignissen, die mich interessen.

Hier in Wiesbaden gibt es immer wieder gute Ausstellungen im Landesmuseum und öfters bin ich in Frankfurt im Städel, in der Schirn oder sonstwo am Museumsufer. Zuletzt waren ein paar DWWs in der witzigen Ausstellung von Otto Waalkes im Caricatura Museum in Frankfurt. Das hat sich auch gelohnt. In DWW Begleitung allemal…

 

Und wir kommen gerne mit 🙂 Herzlichen Dank an dich, liebe Brigitte, für dieses tolle Interview!

15 Kommentare
  1. Erdme Brüning
    Erdme Brüning 1 Monat her

    Liebe Brigitte Reiselust, danke für das Interview! Da habe ich einiges über Dich erfahren, was ich nicht wusste. Man merkt, dass Du Deinen jetzigen Beruf sehr magst, gut so!! Spannend finde ich, dass Du in einer „emotional schwierigen Phase“ zu den DWW gekommen bist, mir ging es nämlich genauso. Und auch ich habe damals nichts darüber geschrieben, aber die Ablenkung hat mir sehr geholfen.
    Ich freue mich, dass Du so ein aktives DWW bist!!

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  2. Sonja Vilei
    Sonja Vilei 1 Monat her

    Liebe Brigitte, ein sehr sympathisches Interview! Mir war gar nicht klar, was du beruflich so alles gemacht hast, vor deiner jetzigen Berufung, und wo du schon überall warst, von daher freue ich mich, es jetzt zu wissen :0).

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  3. Brigitte Käding
    Brigitte Käding 1 Monat her

    Dankeschön für euer Feedback, liebe Erdme und liebe Sonja!

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  4. Evelyn Jeske
    Evelyn Jeske 1 Monat her

    Sehr sympathisches Interview- so, wie ich dich auch live kennenlernen durfte. Schade, dass du nicht um die Ecke lebst, sonst würde ich deine Praxis gerne mal besuchen und mich von dir verwöhnen lassen!

    Schön, dass du eine treue DWW bist und ich dich dadurch öfter treffen kann – digital und auch bei Treffen!

    Bleib, wie du bist, liebe Brigitte 💞

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    • Brigitte Käding
      Brigitte Käding 1 Monat her

      Dankeschön, liebe Evelyn! Ich hoffe, dass wir uns bald wieder begegnen (Travemünde, oder?).

      Ansonsten: es gibt auch „Massagetourismus“ zu mir, der sich gut mit Ratschen, Essen gehen, vielleicht andere DWWs treffen, Wiesbaden erkunden, verbinden lässt. Sonntage sind da recht gut geeignet. Auch ohne Massage bist du bei mir herzlich willkommen!

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  5. Margarete Roth
    Margarete Roth 1 Monat her

    Liebe Brigitte,
    Ich freue mich nun noch mehr auf Malberg und speziell nun die Fahrt.
    Die wird sicher sehr kurzweilig.
    Liebe Grüße und Danke für dein Interview

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  6. Andrea Behle-Krämer
    Andrea Behle-Krämer 1 Monat her

    Liebe Brigitte,
    wie schön, noch mehr über dich zu erfahren. Ich freue mich schon sehr auf unser Wiedersehen im realen Leben!
    Bis ganz bald.

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    • Brigitte Käding
      Brigitte Käding 1 Monat her

      Dankeschön, liebe Evelyn! Ich hoffe, dass wir uns bald wieder begegnen (Travemünde, oder?).

      Ansonsten: es gibt auch „Massagetourismus“ zu mir, der sich gut mit Ratschen, Essen gehen, vielleicht andere DWWs treffen, Wiesbaden erkunden, verbinden lässt. Sonntage sind da recht gut geeignet. Auch ohne Massage bist du bei mir herzlich willkommen!

      Liebe Margarete und Andrea, das wird sicher eine fröhliche Fahrt von uns dreien in die Eifel!

  7. Angela Steffens
    Angela Steffens 1 Monat her

    Liebe Brigitte, spannend, wie dein Lebensweg dich bis heute geführt hat! Ich freu mich auf dich in Malberg und bin ganz gespannt auf dich!
    Liebe Grüße

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  8. Manuela Deuss
    Manuela Deuss 4 Wochen her

    Liebe Brigitte, ein schönes Interview, habe Dich in jedem Satz gefühlt ♥

    Der Jedermann war leider das letzte Mal in Hamburg, eine Wiederholung muss daher in einer anderen Lokalität erfolgen.

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    • Brigitte Käding
      Brigitte Käding 4 Wochen her

      Hui Manuela, das sind ja viele Gefühle bei so vielen Sätzen von mir…:-)

      Das ist ja eine Schande, dass der Jedermann nicht mehr in der Speicherstadt aufgeführt wird, der ideale Ort war das. Wie schön das ganze Ensemble dort ins Spiel einbezogen wurde samt Fleet und gegenüberliegendem Speicherhaus – das hatte schon was. Naja, und mit dir war es allemal schön!

  9. Ellen
    Ellen 2 Wochen her

    Hallo, liebe Brigitte, angestachelt durch Dein wunderhübsches Bild, habe ich jetzt auch mal in meinen Urlaubsfotos gegraben und ein Ansehnliches aus dem Outback / Australien gefunden. Nicht nur, dass wir beide das gleiche Sternbild haben, stehe ich Deiner Reiselust in keiner Weise nach – vielleicht schaffst Du es ja auch mal, nach Südamerika zu reisen. Dein Interview habe ich mit großem Interesse gelesen, wobei ich ja durch unsere langjährige Freundschaft einiges kenne! Aber schwarz auf weiß ist nochmal etwas Anderes.
    Ich freue mich schon auf unser nächstes Wiedersehen, vielleicht nochmal mit ein paar anderen DWW’s…

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  10. Brigitte Käding
    Brigitte Käding 2 Wochen her

    Ich freue mich auch schon aufs nächste Treffen, liebe Ellen! Aber erstmal steht ja deine Reise an…

  11. Rosana Woiczechowski

    Liebe Brigitte, ja das Interview spiegel es so wider, wie ich Dich kenne! Und ich bin sehr froh, dass wir uns kennen lernen durften. Und ich freue mich heute sehr auf unser Essen gehen. Ich habe schon Hunger.
    Also bis gleich und ganz liebe Grüße von Rosana

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